150 Jahre nackt in München – Wer würde denn da nicht frieren?

Sonderausstellung „Nude Visions“ im Stadtmuseum

Jeder Mensch ist doch, und sei es nur ganz wenig, ein Voyeur.

Darauf spielt die Ausstellung „Nude Visions“ im Münchner Stadtmuseum an (vom 27.Mais bis zum 13.September 2009). Darüber hinaus möchte sie den Besucher über die Geschichte der Aktfotografie informieren. 150 Jahre Aktfotografie nutzt das Museum als Anlass, dem Genre eine eigene Ausstellung zu widmen. Aufgeteilt in sieben Kapitel stehen über 190 Fotografien repräsentativ für die vielen Werke, die immer wieder für Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten gesorgt haben.

Und zu sehen gibt es wirklich allerhand. Angefangen bei den ersten Freilichtakten um 1870/80, die fast ausschließlich im mediterranen Süden entstanden sind bis hin zur heutigen Glamourfotografie, die darauf ausgerichtet ist den Betrachter zum kaufen zu verführen. In den 1940er Jahren war eine besondere Variante des Glamourakts gefragt: das Pin-up. Es zeigt die Frauen weniger entrückt, dafür mehr den Bedürfnissen von Männern in Kasernen oder Schiffskojen angepasst. Seit den 1960er Jahren wurde die Bildform des Glamourakts von der Werbung übernommen.

Einen Besuch ist die wert, die Ausstellung, doch so kontrovers, umstritten und skandalös wie die erste vor 25 Jahren ist sie natürlich nicht. „Wir haben uns nicht von den Grenzen befreit sondern die Nacktheit an ihre Grenzen getrieben“ ist eine der auf das Thema bezogene Weißheiten, die sich in der ganzen Ausstellung befinden.

Das Stadtmuseum liegt sehr zentral, 5 Gehminuten vom Münchner Marienplatz entfernt und damit nur 20 Gehminuten vom Hotel Monaco am Hauptbahnhof entfernt.

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