2 days in München — warum? Einfach so
Bisher hat mich nur der Fußball in die Stadt an der Isar gezogen, doch auch in der Sommerpause ist die Landeshauptstadt Bayerns einen Besuch wert. Denn wo lässt sich Motorsport und Natur so gut verbinden wie im Olympia Park mit angrenzendem BMW Museum. Der imposante BMW (“Kultur”) Tempel, wo sich alle Autos der aktuellen Palette präsentieren (ebenso die Motorräder) ist zur Freude auch ohne Eintritt zu besichtigen. Im angeschlossenen Olympia Park lässt sich dann durch die Grüne Lunge Münchens wandeln und die Zeit um sich vergessen. Gestört nur durch das zwitschern der Vögel und die Erkenntnis, dass sich auch solche rießigen Bauten, nachhaltig gestalten lassen. Das Hotel Monaco als Homebase direkt neben dem Stachus (Hauptbahnhof) stellt sich zum wiederholten Male als idealen Ausgangspunkt heraus, denn nur einen Katzensprung neben der Fußgängerzone, Kaufingerstrasse (Shopping — Shopping -Shopping ) entfernt, und doch weit genug weg vom Touri — HotSpot. Ein zusätzlicher Pluspunkt ist, um den Bahnhof hat quasi immer alles offen, zumindest was das “Essen” betrifft.
Ps. Gestern konnten wir sogar einen Uiguren-Protest direkt neben dem Münchner Rathaus miterleben. Dieser lief jedoch sehr geregelt und kontrolliert ab, eine spannende Abwechslung neben dem Shoppen. Ebenfalls wurde der letzte Cent für eine enge Jeans, zwei Weißwürste und ein Maß Bier ausgegeben.
Tags: BMW Museum, Hauptbahnhof, München, Olympia Park, Stachus, Uigure
Wer sind die Uiguren?
Die Uiguren zählen zu den Turkvölkern und stehen von ihrer Sprache und Kultur her den Türken sehr nahe. Die meisten Uiguren sind Muslime. Ab Mitte des 8. bis ins 9. Jahrhundert hinein bildeten die Stämme der Uiguren ein Großreich in der Mongolei. Das Reich wurde jedoch zerschlagen und die Uiguren verschlug es zum Beispiel in Nachbarregionen wie das heutige Xinjiang.
Seit 1949 gehört Xinjiang zur Volksrepublik China, seit 1955 als „Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang“. Mehr als 8 Mio. Uiguren sollen in dem von ethnischer Vielfalt geprägten Gebiet leben. In ganz China sollen es etwa 10 Mio. Uiguren sein. Seit Xinjiang zur Volksrepublik China gehört, werden dort gezielt Han-Chinesen angesiedelt (sie machen mehr als 90 Prozent der Bevölkerung Chinas aus). Und die Uiguren kämpfen für mehr Unabhängigkeit und gegen die Verletzung von Menschenrechten. Uigurische Gruppen werden von der Regierung häufig für Terroraktionen verantwortlich gemacht.
Laut Nachrichtenagentur dpa ist Xinjiang wegen seiner Grenzen zu Pakistan und Afghanistan für Peking von großer strategischer Bedeutung. Die Region ist reich an Bodenschätzen und soll große Erdöl- und Erdgasvorkommen besitzen.