Nach einer kurzen Stärkung mit einem dänischem Hotdog in der Hochbrückenstraße machten wir uns auf den Weg Richtung Olympiazentrum. Schon in der U-Bahn treffen wir auf andere Rammsteinfans, welche man vor allem an den dezenten T-Shirts bemerkt
. Um etwa 17 Uhr 30 erreichen wir die Halle, 2 Studen 30 vor Konzertbeginn gibt es dort bereits eine Schlange von etwa 1000 Menschen, die wohl ungefähr 600 Meter lang ist. Gemeinsam erreichen wir gegen 18 Uhr 50 die Halle und können uns nun endgültig dem Glücksgefühl hingeben und unsere Tickets am wahrscheinlich besten Ort, nämlich genau gegenüber von der Bühne, genießen. Von dort haben wir den perfekten Blick auf die gesamte Halle, sehen die Fans auf den Stehplätzen, aber auch Lichteffekte und Feuershow. Nach einem kurzen Einkauf beim Merchandise-Stand und Ankauf von mindestens 4 offiziellen Tour-Bechern mit verschiedenen Rammstein Logos und Bildern können wir uns nun endgültig auf das Konzert freuen. Bereits die Vorband Combrichrist bringt große Teile der bereits anwesenden Fans zum toben, im Vergleich zum tatsächlichen Konzert, handelt es sich aber nur um ein Strohfeuer. Um 21 Uhr 15 beginnt schließlich endlich das Konzert, Rammstein bietet eine gewohnt einzigartige Show, die mal abgesehen von der Musik vor allem mit Lautstärke und Effekten beeindruckt. Für Kenner der Band ein paar Beispiele aus der Playlist: Rammlied, Wiener Blut, Feuer Frei, Sonne, Engel, Ich will, Haifisch, Waidmanns Heil, Bückstabü, Frühling in Paris, Benzin. Auch das in Deutschland indizierte “Ich tu dir weh” ist mit leicht abgewandeltem Text, welcher nun vom guten Bier und Wetter erzählt, vertreten und trägt zur Begeisterung der Massen bei. Besonders beeindruckt waren wir von einem brennenden Stuntman, welcher beim Lied “Benzin” angezündet wurde. Auch sonst hat sich die Band einmal mehr in ganz besonderes Showprogramm ausgedacht, zum Beispiel wurde das Lied “Wiener Blut” zunächst im Tiefgeschoss begonnen, später wurden Babypuppen per Feuerwerk von der Decke in Richtung Boden befördert. Absolut zufrieden verließen wir nach knapp 3 Stunden Show die Olympiahalle und machten uns mit der U-Bahn auf den Rückweg zu unserem Münchner Hotel, um unsere Wertsachen los zu werden. Hier muss man jedoch einen Kritikpunkt anbringen, denn die U-Bahnen fahren beim Olympiazentrum im Mindestabstand von 12 Minuten, teilweise sogar über 20 Minuten. Das empfinden wir Wiener gerade nach so Großveranstaltungen als sehr wenig, da bei uns im Rahmen solcher Ereignisse die Verkehrsmitteldichte meistens drastisch erhöht wird, um den Massen in geordneten Bahnen die Abreise vom Veranstaltungsort zu ermöglichen. Danach gingen wir noch in die nahegelegene Schiller-Bar, um ein Bier zu trinken. Da der diensthabende Kellner jedoch besonders freundlich war und wir das Konzert Revue passieren ließen, wurde aus dem einen Bier ein Barbesuch, der um 5 Uhr Früh durch die Sperrstunde beendet wurde. Diese Schiller-Bar ist gerade für Gäste im Hotel Monaco sehr zu empfehlen, da sie nur zwei Gehminuten entfernt ist und außerdem besonders durch eine angenehme Atmosphäre und sehr freundliches Personal in Erinnerung bleiben wird. Insgesamt möchten wir noch anmerken, dass wir in ganz München sehr freundlich aufgenommen beziehungsweise behandelt wurden und keinerlei negative Erfahrungen machen mussten, wie es in anderen Großstädten duchaus vorkommen kann. Ohne Schlaf und mit kleinen Augen machen wir uns nun mit einigen schönen und sicherlich unvergesslichen Erinnerungen auf die Rückreise nach Wien und werden unn sicher auch noch in einigen Jahren an diese Reise erinnern. Spätestens dann, wenn wir die erworbenen T-Shirts wieder aus dem Schrank holen, weil Rammstein die nächste Tour macht! Die Konzert-Dvd wird jedenfalls bestellt und auch die vielen Fotos, die wir in München und in der Halle gemacht haben, werden erhalten bleiben.
Euro Wiener Jungs
Klasse Bericht, aber warum keine Fotos ?