Archiv für die Kategorie ‘Bayrische Sitten und Gebräuche’

Münchner Hotel Monaco Tipp: Die fünfte Jahreszeit

Montag, 20. Februar 2012

Starkbierzeit in München

Münchens 5. Jahreszeit beginnt

Nach dem Fasching beginnt die Einkehr und die Fastenzeit.
Auch in München besinnt man sich und zelebriert  die 5. Jahreszeit mit dem traditionellen Starkbieranstich ;-)

Wer dieses „Manna“ noch nie probiert hat, sollte einmal zu einem Starkbierfest nach München kommen. Dunkel, süffig, süß und würzig mundet das Bierschmankerl den Bierliebhabern zur Fastenzeit. Doch Vorsicht, die Starkbiere haben es in sich. Die  Stammwürze liegt bei über 16 % liegt. Die feinen Unterschiede könnt ihr hier nachlesen: http://www.muenchen.de/themen/starkbierzeit/muenchner-starkbier.html
Wahrlich in die Höhle des Löwen begeben sich die Bierfans zum Starkbieranstich am 23.2.2012  in den Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz.
Mit dem „Triumphator“ und dem bayerischen Kabarettisten Christan Springer alias „Fonsi“ wird der Bierhimmel der Bayern garantiert eine lustige und  feucht fröhliche Angelegenheit. http://www.loewenbraeukeller.de

In München nennt man es auch flüssige Nahrung.

Ebenfalls am 23.02.2012 feiert man im Augustiner Keller an der Arnulfstraße. Im alten Lagerkeller wird der „Maximator“ kredenzt. Für die musikalische Untermahlung sorgt die Musikkapelle „Grenzgänger“  http://www.augustinerkeller.de.

Die Termine sind begehrt, wer einmal dabei sein will, sollte sich rechtzeitig Eintrittskarten sichern!

Am 07.03. 2012 werden die „Großkopferten“ sprich Politiker derbleckt. Das Highlight des Jahres am Nockherberg, wird vom bayerischen Fernsehen live übertragen.
Hier trifft sich Politprominenz nicht nur aus Bayern.
Luise Kinseder eine bekannte, bayerische  Kabarettistin, wird den Promis die Leviten lesen
Einstecken müssen’s schon, die Damen und Herren, runter gschwoabt wird’s dann halt mit einer Maß süffigen Salvator.

Mehr Information hier:  http://www.suite101.de/news/2011-luise-kinseher-erste-frau-beim-nockherberg-derblecken-a92036

Helau, viel Spaß und Vergnügen wünscht Euch das Münchner Hotel  Monaco Team!

 

 

 

Rauschende Ballnächte und buntes Faschingstreiben in München

Montag, 23. Januar 2012

Wenn keine Narren auf der Welt wären, was wäre dann die Welt?
(Johann Wolfgang von Goethe)

München ist nicht unbedingt die Hochburg des Faschings oder der Fasnacht.
Eins ist allemal gewiss, rauschende Ballnächte feiern die Münchner aber ausgelassen.
Schöne klangvolle  Namen wie Chrysanthemenball, Gauklerball, Faschingsball, Orientalische Nacht
oder Schabernacktball, Weißen Feste versprechen eine prickelnde Nacht.

„Alles Walzer“, heisst es dann beim Kaiserball. Hier erleben sie eine elegante und rauschende Ballnacht im dreiviertel Takt. Das Ballstreichorchester aus der Wiener Hofburg und der Tenor Marko Kathol, sorgen für den musikalischen Rahmen

Mit Glanz und Gloria und einem Schaulaufen  auf dem roten Teppich schmücken die Prominenten den traditionellen Filmball im Bayerischen Hof. Stars und Sternchen machen hier ihre Aufwartung. Das Publikum freut’s, wo sieht man sonst schon so viele Promis auf einem Haufen.

Einen Straßenfasching gibt es auch in München. Faschingsonntag bis Dienstag ist die Stadt in fester Narrenhand.

Der kultige Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt am Faschingsdienstag zieht jährlich immer mehr Zuschauer an. Man sollte schon früh da sein, um einen guten Platz zu ergattern. Hier treffen sich auch die Paradiesvögel der Stadt. Mann oder Frau, wer weis das schon so genau ;-).

Ball- und Faschingsfreunde finden hier die Übersicht der Veranstaltungen.

http://www.muenchen.de/veranstaltungen/events/baelle-in-muenchen.html

Viel Spaß und eine frohe und muntere Ballnacht wünscht euch das  Münchner Hotel Monaco Team

Brauchtum in München, der Schäfflertanz wird wieder aufgeführt

Sonntag, 08. Januar 2012
Marienplatz München, keine 10 Gehminuten vom Monaco Hotel

Treffpunkt Münchner Marienplatz

Heuer ist es wieder soweit,  die Schäffler tanzen vom 06.01. – 21.02.2012  durch München.

Nur alle 7 Jahre kommt es zu diesen Aufführungen. Eine 33 Mann starke Tanzgruppe, die aus Vortänzern, Tänzern, Reifenschwingern und zwei Kasperl besteht, wird an verschiedenen Standpunkten in München ihre Darbietung geben.

Das ganze Jahr über, bestaunen Touristen aus aller Welt, den Tanz der Schäffler  im Glockenspiel am  Rathaus ,  jetzt darf live gestaunt werden :-).  Termine und Aufführungszeiten findet ihr hier:  http://www.muenchen.de/veranstaltungen/event/535626.html.

Der Brauch wurde erstmals im Jahre 1575 erwähnt und war nur den Fassmachern vorbehalten. In einigen Münchner Bierbrauereien wird das Bier noch im Fass gelagert.  Die gute alte Tradition wird zum Beispiel im Augustiner Biergarten an der Arnulfstraße gepflegt.  Bei „Münchens letzte Schäffler – Wo die Fässer für die Wiesn entstehen“  könnt ihr den Schäfflern bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Viel Spaß wünscht euch das Münchner Hotel Monaco Team!

 

München Hotel Monaco Blog: Traditionelles zur Kirchweih

Sonntag, 16. Oktober 2011

Am dritten Sonntag im Oktober feiern die Bayern Kirchweih. Neben den religiösen Feiern wie Gottesdienste und Heilige Messen

finden anlässlich zur Kirchweih, Volksfeste mit Tanz und Musik, statt. Der religiöse Kontext spielt in unserer Zeit nur noch eine untergeordnete Rolle.

Die Kirchweihfeierlicheiten  zogen sich früher bis Montag hinaus. In Albayern gibt es einen Spruch:

A guate Kirta geht bis Irta, und bleibst nacha picka, dann halt bis Micka“ (Eine gute Kirchweih dauert bis Dienstag, und bleibst Du nachher hängen, dann halt bis Mittwoch).

Heute gibt es auf dem Land neben dem Vergnügen oft einen Bauenrmarkt, wo Einheimische ihre Produkte feilbieten.

Traditionsgemäß wird in den Lokalen Enten- oder Gänsebraten serviert. Zur Kaffeetafel gibt es dann frischgebackenes Schmalzgebäck.

Wir haben uns auch mal an dass backen gemacht und die feinen Kirchweihnudeln ausprobiert.

Hhm.. lecker sage  ich euch. Kleine Kalorienbomben, die aber jede Sünde wert sind. Wer möchte, kann das Rezept ja einmal ausprobieren.

Man nehme:

500 g Weizenmehl Type 405

90 Gramm weiche Butter

80 Gramm Zucker

2 EL Schmand

1 Ei u. 2 Eigelbe

Prise Salz

50 g frische Hefe

¼ l warme Milch

Zitronenabrieb u. 100 g Rosinen in Rum eingeweicht.

Mehl in eine große Schüssel sieben und eine Mulde machen. 150 g Mehl abnehmen, Hefe zerbröckeln und mit warmer Milch verrühren, dann in die Mulde geben. Ca 30 Minuten gehen lassen. (Schüssel mit Handtuch abdecken).

Die restlichen Zutaten gut unterkneten, ganz zum Schluss die abgetropften Rosinen zugeben.

Teig auf bemehltem Brett wieder gehen lassen bis er ca. doppelte Größe erreicht hat.

Von der Teigmasse ca. 15 Stück abstechen und rund formen und mit einer Schere kreuzförmig einschneiden, ergibt dann die Zipfel! Wieder etwas gehen (ruhen) lassen.

Gute Butterschmalz oder feines Öl auf 180 Grad erhitzen. Die Nudeln zuerst mit der Oberseite ins Fett dann bei ca. 7 Min. mit einmal umdrehen, fertig backen.

Mit Puderzucker bestreuen und am besten noch lauwarm genießen.

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Backen, wünscht euch Eure Rita vom Münchner Hotel Monaco

Der Tod gehört zum Leben oder es war: Eine schöne Leich

Donnerstag, 09. Juni 2011

Schliersee Mai 2011 038Vor ein paar Tagen musste ich von einem lieben Menschen Abschied nehmen. Die Beerdigung fand in einem kleinen malerischen Ort in den  Alpen statt.
Der Verstorbene war integriertes und aktives Mitglied der Gemeinde und  vieler dort ansässiger Vereine.
Seit seiner Geburt lebte er stets in seinem Elternhaus, ging  dort zur Schule und dann in die Lehre. Nicht einmal ein verlockendes Berufsangebot konnte ihn von seinem  geliebten Heimatort entfremden.
Es war ein schöner, sonniger Tag, als wir Abschied von ihm nahmen.
Freunde, Familie, Arbeits- und Vereinskollegen gaben ihm das letzte Geleit.
Der kleine Friedhof, umrahmt von saftigen Wiesen und malerischen Bergen, bot fast schon eine Kitschkulisse. Kuhglocken von weidenden Rindern bimmelten leise neben den tragenden Worten des Pfarrers.
Fahnentragende Vereinskameraden standen Spalier. Die Blaskapelle des Orts hat sich musikalisch von ihrem Freund und Mitglied  verabschiedet und unter Salutschüssen wurde der beliebte Verstorbene zu Grabe getragen.
Die meisten Trauergäste waren dem Anlass entsprechend in festlicher  Tracht gekleidet.
Noch auf dem Friedhof luden die Angehörigen Freunde, Nachbarn und Kollegen zum Leichenschmaus  ein. Als Freund und ehemaliges Mitglied dieser Gemeinde durfte ich auch dabei sein.
Ungefähr fünfzig Personen und dem Pfarrer machten sich auf den Weg mit den Hinterbliebenen in das älteste Wirtshaus des Ortes zu gehen.
Als jetziger „Städterer“ wurde ich von meinen alten Freunden und Kameraden auf das herzlichste begrüßt, war ich doch auch lange Jahre bis zu meinen Wegzug aktives Mitglied in dieser Gemeinde.
Anekdoten über den Verstorbenen wurden ausgetauscht und die Stimmung war einerseits sentimental aber auch ausgelassen. Es wurde gegessen und  so mancher Schluck Bier rann durch die durstigen Kehlen der Freunde.Schliersee Mai 2011 031
Eine Beerdigung auf dem Lande ist ja auch ein wenig wie Schaulaufen.
Jeder Unbekannte wird genauestens unter die Lupe genommen und man rätselt gemeinsam, wer der oder die wohl sein mag.

Ein Leichenschmus ist nicht Jedermanns Sache.
Für Nichteinheimische kann es durchaus befremdlich wirken, aber diese Rituale sind fest im traditionellen, bayrischen Leben verankert und es ist eine große Ehre dazu eingeladen zu sein. Meinem lieben Freund hätte es sicher gefallen.

Meine alte Heimat  mit dem idyllischem Friedhof, werde ich sicher  noch öfter besuchen und vielleicht werde ich dann  zu einem fröhlichen Fest bei meinen alten Freunden eingeladen. Versprochen haben sie es mir…….

Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück: es kommt nicht darauf an wie lang es war, sondern wie bunt.

Schliersee Mai 2011 030