Mit ‘Ägypten’ getaggte Artikel

Der Pharao kommt nach München

Samstag, 21. Februar 2009

Juhu, ich muß nicht mehr extra nach Ägypten fahren, der Pharao kommt zu uns nach München!

Doch die Pyramiden würde ich trotzdem gerne mal sehen, vielleicht klappt es ja irgendwann (hebe ich mir vielleicht für die Rente oder so auf).

Vom 9.April – 30.August 2009 kommt die Ausstellung “Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze” in die Eventarena im Olympiapark. Ich freue mich schon sehr darauf, und werde sie hundertprotzentig besuchen. Das verspreche ich mir, hoch und heilig! Um Euer ägyptisches Wissen zu erweitern, hier ein paar Schlauheiten, die immer wieder hinterfragt werden:

1. Gab es den Fluch des Pharao wirklich?

Nein, es gab keinen Fluch des Pharao. “Wer dieses heilige Grab betritt, den werden die Flügel des Todes treffen” und “Die Hand, die sich gegen meinen Gau erhebt, möge verdorren (angeblich auf Türen und Steine am Eingang geschrieben) sind frei erfunden. Carter (der Entdecker des Grabes) selbst sagte: “Diese Gerüchte sind verleumderische Erfindungen.”

2. Ist der Fluch eine Erfindung der Medien?

Ja und nein. Den Aberglauben säten die Pharaonen selbst, um ihre Pyramiden vor Grabräubern zu schützen. Insofern ist er keine Erfindung der modernen Medien. Andererseits aber doch, denn die Geschichte vom Fluch des Tutanchamun haben definitiv Journalisten erfunden.

Hintergrund: Nach der Graböffnung kam es zu einer mysteriosen Häufung von Todesfällen – von den 20 Anwesenden waren nach 5 Jahren 13 tot. Wau! Als dann noch ein Modeschöpfer starb, der mit dem Pharao für seine Kollektion gworben hatte, fielen in den Medien alle Fesseln: Sämtliche Zeitungen der Welt verkündeten den “Fluch des Pharao”. 1933 stieg auch die Filmbranche ein, es entstand der Film “Die Mumie”.

3. War die tatsächliche Todesursache Schimmelpilze?

Vielleicht, die Theorie, dass der Schimmelpilz Aspergillus von den Archäologen in großen Mengen eingeatmet wurde (und in der Folge ihre Körper lebensgefährlich schwächte), ist weit verbreitet – aber in Fachkreisen umstritten.

Zwar gehen heute die meisten Forscher davon aus, dass Tutanchamun auch Grabbeigaben aus organischen Stoffen erhielt, also z.B. Holz, Pflanzen und Nahrungsmittel. Diese Beigaben wurden im Laufe der Zeit von Bakterien zersetzt und bildeten Sporen. Solche Schimmelsporen können Allergien und starke Lungenreizungen auslösen. Aber: Die sind nur für ältere oder geschwächte Menschen, deren Abwehrkräfte angeschlagen sind oder die unter einer Krankheit leiden, lebensgefährlich.

So, jetzt seid ihr schon ganz gut informiert über den alten Tut, noch mehr interessante Dinge über Ägypten gibt es im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst zu erfahren.

Falls ihr eure Erfahrungsberichte schreiben wollt, tut euch bitte keinen Zwang an, schreibt im Kommentar!

Bis bald

Eure Christine