Mit ‘Ausstellung’ getaggte Artikel

150 Jahre nackt in München – Wer würde denn da nicht frieren?

Sonntag, 28. Juni 2009

Sonderausstellung „Nude Visions“ im Stadtmuseum

Jeder Mensch ist doch, und sei es nur ganz wenig, ein Voyeur.

Darauf spielt die Ausstellung „Nude Visions“ im Münchner Stadtmuseum an (vom 27.Mais bis zum 13.September 2009). Darüber hinaus möchte sie den Besucher über die Geschichte der Aktfotografie informieren. 150 Jahre Aktfotografie nutzt das Museum als Anlass, dem Genre eine eigene Ausstellung zu widmen. Aufgeteilt in sieben Kapitel stehen über 190 Fotografien repräsentativ für die vielen Werke, die immer wieder für Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten gesorgt haben.

Und zu sehen gibt es wirklich allerhand. Angefangen bei den ersten Freilichtakten um 1870/80, die fast ausschließlich im mediterranen Süden entstanden sind bis hin zur heutigen Glamourfotografie, die darauf ausgerichtet ist den Betrachter zum kaufen zu verführen. In den 1940er Jahren war eine besondere Variante des Glamourakts gefragt: das Pin-up. Es zeigt die Frauen weniger entrückt, dafür mehr den Bedürfnissen von Männern in Kasernen oder Schiffskojen angepasst. Seit den 1960er Jahren wurde die Bildform des Glamourakts von der Werbung übernommen.

Einen Besuch ist die wert, die Ausstellung, doch so kontrovers, umstritten und skandalös wie die erste vor 25 Jahren ist sie natürlich nicht. „Wir haben uns nicht von den Grenzen befreit sondern die Nacktheit an ihre Grenzen getrieben“ ist eine der auf das Thema bezogene Weißheiten, die sich in der ganzen Ausstellung befinden.

Das Stadtmuseum liegt sehr zentral, 5 Gehminuten vom Münchner Marienplatz entfernt und damit nur 20 Gehminuten vom Hotel Monaco am Hauptbahnhof entfernt.

Wir waren bei Kandinsky in Muenchen

Freitag, 27. Februar 2009

Christine aus München: Juhu, ich habe es doch noch geschafft die Kandinskyausstellung zu besuchen. Drei Monate vor mir hergeschoben und wieder mal beinahe eine Topausstellung in München verpasst.
Gabi, Freundin aus Stuttgart (Frühstück im Hotel Monaco war genial): Zum Glück bin ich gekommen, sonst hätte sie mitten in der Weltstadt Kultur versäumt.
Christine: Lange Schlange am Eingang, was ein Graus.
Gabi: Zick nicht rum, hat doch grade mal eine Viertelstunde gedauert.
Christine: Ok, haste ja recht, und durch deine ungemein gebildeten Beiträge verging die Wartezeit wie im Flug.
Doch nun zur Ausstellung selbst, bin ja nun nicht gerade ein Kandinskyfan, aber was tut man nicht alles für seine Allgemeinbildung! Kann nur sagen, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Also wer noch Lust hat, spurten, Ausstellung endet am 8. März 2009. Für Nichtkandinskykenner empehle ich eine Führung von der Volkhochschule mitzumachen (dauert ca. 1 Stunde). War wirklich informativ, interessant und kurzweilig.
Gabi: Als sparsame Schwäbin fand ich auch die 6,- Euro für die Führung und die 12,- Euro Eintritt absolut okay.
Christine: Hey, Kulturfanatikerin, nicht vergessen, fanden wir Leutegucken in der Ausstellung nicht fast genauso spannend?
Gabi: Wen fandest du spannender, den Typ in hoffnungsvollem Grün oder die Frau in orange?
Christine: Wie bitte? Auf welchem Stern bist du jetzt? Ich kapier nullkommanix.
Gabi: Ich bin bei der Farbsymbolik von Kandinsky angekommen, hast du nicht auch heute Morgen beim Frühstück das Gelb der leckeren Orangenmarmelade geschmeckt.
Christine: Jetzt langt´s mir, bleib auf dem Boden und trink deinen Kaffee!
Gabi: Hey Leute, helft mir mal bitte. Wie fandet ihr die Ausstellung?

Bis zum nächsten Ausstellungbericht, Eure “kulturinterinteressierten” Freundinnen Gabi und Christine.
Gabi: Okay, ich komme wieder zum mumifizierten Ägypter.
Der alte Tut kommt im April nach München.

Der Pharao kommt nach München

Samstag, 21. Februar 2009

Juhu, ich muß nicht mehr extra nach Ägypten fahren, der Pharao kommt zu uns nach München!

Doch die Pyramiden würde ich trotzdem gerne mal sehen, vielleicht klappt es ja irgendwann (hebe ich mir vielleicht für die Rente oder so auf).

Vom 9.April – 30.August 2009 kommt die Ausstellung “Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze” in die Eventarena im Olympiapark. Ich freue mich schon sehr darauf, und werde sie hundertprotzentig besuchen. Das verspreche ich mir, hoch und heilig! Um Euer ägyptisches Wissen zu erweitern, hier ein paar Schlauheiten, die immer wieder hinterfragt werden:

1. Gab es den Fluch des Pharao wirklich?

Nein, es gab keinen Fluch des Pharao. “Wer dieses heilige Grab betritt, den werden die Flügel des Todes treffen” und “Die Hand, die sich gegen meinen Gau erhebt, möge verdorren (angeblich auf Türen und Steine am Eingang geschrieben) sind frei erfunden. Carter (der Entdecker des Grabes) selbst sagte: “Diese Gerüchte sind verleumderische Erfindungen.”

2. Ist der Fluch eine Erfindung der Medien?

Ja und nein. Den Aberglauben säten die Pharaonen selbst, um ihre Pyramiden vor Grabräubern zu schützen. Insofern ist er keine Erfindung der modernen Medien. Andererseits aber doch, denn die Geschichte vom Fluch des Tutanchamun haben definitiv Journalisten erfunden.

Hintergrund: Nach der Graböffnung kam es zu einer mysteriosen Häufung von Todesfällen – von den 20 Anwesenden waren nach 5 Jahren 13 tot. Wau! Als dann noch ein Modeschöpfer starb, der mit dem Pharao für seine Kollektion gworben hatte, fielen in den Medien alle Fesseln: Sämtliche Zeitungen der Welt verkündeten den “Fluch des Pharao”. 1933 stieg auch die Filmbranche ein, es entstand der Film “Die Mumie”.

3. War die tatsächliche Todesursache Schimmelpilze?

Vielleicht, die Theorie, dass der Schimmelpilz Aspergillus von den Archäologen in großen Mengen eingeatmet wurde (und in der Folge ihre Körper lebensgefährlich schwächte), ist weit verbreitet – aber in Fachkreisen umstritten.

Zwar gehen heute die meisten Forscher davon aus, dass Tutanchamun auch Grabbeigaben aus organischen Stoffen erhielt, also z.B. Holz, Pflanzen und Nahrungsmittel. Diese Beigaben wurden im Laufe der Zeit von Bakterien zersetzt und bildeten Sporen. Solche Schimmelsporen können Allergien und starke Lungenreizungen auslösen. Aber: Die sind nur für ältere oder geschwächte Menschen, deren Abwehrkräfte angeschlagen sind oder die unter einer Krankheit leiden, lebensgefährlich.

So, jetzt seid ihr schon ganz gut informiert über den alten Tut, noch mehr interessante Dinge über Ägypten gibt es im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst zu erfahren.

Falls ihr eure Erfahrungsberichte schreiben wollt, tut euch bitte keinen Zwang an, schreibt im Kommentar!

Bis bald

Eure Christine