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Christine Sevdas

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Strecke 1: Wechselnde Perspektiven in der Innenstadt von München
Stachus - Fußgängerzone - Promenadenplatz - Frauenkirche - Marienplatz
Ob oben, von den Türmen und den Terrassen der Cafés, oder tief unten, in der Gruft von Königl Ludwig II. - so manches gibt es in der Fußgängerzone zwischen Karlsplatz und Marienplatz noch zu entdecken. Ein kleiner Umweg führt über den eleganten Promenadeplatz.
Vom Karlsplatz zum Stachus ist es nicht weit, um auf eine beliebte Scherzfrage von Einhiemischen an Touristen anzuspielen, denn man ist schon da. Seine zwei Namen verdankt der Platz dem Kurfürsten Karl Theodor und dem Wirt Eustachius Föderl, der am Karlstor sein Wirtshaus "Stachusgarten" betrieb. Da der Pfälzer Kurfürst äußerst unbeliebt war, hat sich bei den Münchnern der Name "Stachus" durchgesetzt. Durch das "Karlstor" betritt man Münchens älteste Fußgängerzone aus der Zeit der Olympiade 1972 mit Käufhäusern, Einkaufspassagen und Kulturdenkmälern.
Vor Errichtung der Fußgängerzone galt der Stachus als verkehrsreichster Platz Europas, aus jenen Zeiten stammt das gebräuchliche bayerische Sprichwort "Da gehts ja zu wie am Stachus". Erste Station links ist der Bürgersaal, den man kurz vor der Ecke zur Kapelllenstraße erreicht. Kaum jemand weiß, dass sich im ersten Stock unter der Empore einer der Glanzpunkte bayerischer Rokoko-Bildhauerkunst befindet, die Schutzengelgruppe von Ignaz Günther.
Ein paar Hausnummern weiter erhebt sich der mächtige Renaissance-Giebelbau der Jesuitenklosterkirche von St. Michael.
Der Name ist Programm, gibt doch das Portal zu erkennen, dass hier der Erzengel den "Unglauben" - und das war damals der "ketzerische" Protestantismus - in der Gestalt des Satans zu Boden zwingt. Fernab der Hektik der Fußgängerzone umfängt einen in der Fürstengruft unter dem Chor Grabesstille; hier ruht u. a. in einem prunkvollen Sarkophag der Leichnam von König Ludwig II..
Zurück ans Tageslicht, biegt man für einen kurzen Abstecher links in die Ettstraße ein und folgt ihr bis zum eleganten Promenadeplatz. Erstes Haus am Platz ist das Luxushotel Bayrischer Hof, das sich seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert in Familienbesitz befindet und viel Prominenz aus Pop und Politik beherbergt.
Durch die Hartmannstraße und Löwengrube stößt man direkt auf die Frauenkirche. Steil ragen die beiden Türme des spätgotischen Doms in den Himmel auf. Von April bis Oktober kann man täglich außer sonntags im Südturm hinauf fahren und aus den Turmfenstern den Ausblick genießen.
Zurück in der Fußgängerzone, kann man im Pflaster vor dem Kaufhaus Hirmer den Grundriss eines Turmes ausmachen.
Im 12. Jahrhundert stand hier ein Stadttor, der Mauerring ist noch im heutigen Straßenverlauf erkennbar.
Bei Pfeiffer am Dom vorbei, geht es rechts am Frauenplatz und am Kirchenschiff entlang. Umrundet man auf einen kurzen Abstecher noch den Chor und schlüpft durch die kleine Passage rechts in die Schäfflerstraße, kann man der Designerin Isabella Hund und ihrer schönen Galerie für zeitgenössichen Schmuck einen Besuch abstatten.
Ungefähr in Verlängerung des Kirchenschiffs führt die Sporergasse auf das neogotisch Neue Rathaus zu, an dessen Wurmeck zum Marienplatz hin ein bronzener Lindwurm am Gemäuer klammert und mit seinem Pesthauch die Münchner bedroht.
Der Marienplatz, einst Gedreidemarkt der Stadt, ist das Herz Münchens. Seinen Namen erhielt er zu Ehren der Schutzheiligen, in der frommen Hoffnung, sie würde München vor einer Cholera-Epidemie im Jahr 1854 retten.
Die Auffahrt auf den 85 m hohen Rathausturm mit Aussichtsplatthorm im Freien (tgl. 10 bis 19 Uhr) lohnt sich: Der Blick von oben enthüllt, dass es in der Münchner Innenstadt keine Hochhäuser gibt - ein Zugeständnis an das Münchner Wahrzeichen, die Frauenkirche, die mit ihren 99 und 100 Meter hohen Türmen höchstes Bauwerk bleiben soll.
Die beste Perspektive auf das Glockenspiel (tgl. 11,12 und 17 Uhr) in Hörweite hat man vom Cafè Glockenspiel am
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